Gemeinsam stark

Maschinenring-Mitglieder-Lehrfahrt nach Oberösterreich

Die heurige MR-Mitgliederlehrfahrt des Maschinen- und Betriebshilfsringes Laufen e. V. führte zu Pramoleum in Sigharting und zur Firma Schneiderbauer in Lambrechten, beides im Innviertel.

Pramoleum ist eine Genossenschaft von 5 Landwirten aus dem Pramtal, die seit 2010 Ölkürbis im Innviertel anbauen. Sie produzieren und vermarkten reines Kürbiskernöl.  Im Vertragsanbau werden mittlerweile etwa 100 ha Kürbis aus der Region zu Öl, Kürbiskernen in verschiedensten Variationen und anderen Spezialitäten verarbeitet. Neben Kürbis wurde die Pallette auch auf Rapsöl erweitert. Die Teilnehmer konnten erfahren welche Schwierigkeiten überwunden werden mussten, um Anbau, Verarbeitung und Vermarktung erfolgreich zu meistern.

Nach der Besichtigung eines Kürbisfeldes mit vielen Erläuterungen zu Anbau und Eigenschaften vom Ölkürbis wurde das Mittagessen im dortigen Schlosswirt eingenommen. 

Die Firma Schneiderbauer in Lambrechten ist ein Familienunternehmen, das, als damaliger Milchviehbetrieb im Nebenerwerb, im Jahr 2000 in einem Versuch mit 2 ha Kümmel begonnen hat. Mittlerweile werden zusätzlich Koriander, Lein, Mohn, Fenchel und Dinkel angebaut. In Vertragsanbau mit 30 Landwirten im näheren Umkreis werden heute 300 Tonnen Gewürze zu Kuchengewürzen, Backmischungen und Senf verarbeitet. In modernen Aufbereitungs- und Lagerhallen werden die sensiblen Gewürze mit ausgefallener Technik verarbeitet, verpackt und für die Auslieferung vorbereitet. Mittlerweile beschäftigt der Betrieb sieben Arbeitskräfte.

Zum Abschluss kehrte die Gesellschaft noch beim Haslinger-Hof in der Nähe von Bad Füssing ein. Juniorchef Stefan Haslinger stellte die Entwicklung des Betriebes vor. Weil in den 70-er Jahren der Bau eines Mastschweinestalles abgelehnt wurde, hat sich der Hof von einer reinen Landwirtschaft zu einem Unterhaltungs-Treffpunkt und Übernachtungsbetrieb entwickelt hat, der weit über die Grenzen Niederbayerns hinaus bekannt ist.

Gestärkt durch eine kräftige Brotzeit und mit vielen neuen gewonnenen Eindrücken ging es dann wieder nach Hause.